Haglundsporn — und nun?

Seit einigen Monaten habe ich nun bereits mit meiner Ferse oder besser gesagt mit einem Haglundsporn zu kämpfen. Meine Füße verhielten sich bis dahin eigentlich immer recht unauffällig. Wenn ich Probleme hatte dann eigentlich immer nur in der Kniegegend. Letzten Winter war ich sehr oft in den Bergen unterwegs, es war einfach traumhaft. Plötzlich kann man Strecken laufen die man vorher nur schwer im gemütlichen Schritt schaffte.

Zusammen mit meinen Spikes an den Schuhen war ich letzten Winter auf so vielen Gipfeln wie in keinem Winter davor. Entweder Samstag oder Sonntag wurde folgender Plan immer in die Tat umgesetzt:

  • 06:00 Aufstehen
  • 06:15 Abfahrt
  • 07:15 Aufstieg
  • 09:00 Frühstück holen
  • 10:30 Mit frischen Gebäck zu Hause mit der Liebsten frühstücken

Man könnte sagen ich hatte einen Lauf. Doch jeder Lauf ist leider auch mal zu Ende. An einem Sonntag im Jänner hatte ich dann genau den Plan mal wieder verfolgt. Bereits beim Aufstieg jedoch schmerzte meine rechte Ferse oder besser gesagt mein Haglundsporn ziemlich. Da dachte ich mir noch nichts und bin ungehindert Richtung Gipfel aufgestiegen. Jeder Schritt, jeder Tritt ein Schmerz. Das war nicht schön. Oben angekommen sehr zufrieden, der Ausblick entschädigt einfach alles. An die Ferse hatte ich keinen Gedanken mehr verschwendet. Nach unten ging es dann wie gewohnt im Laufschritt, knapp 30 Minuten später war ich auch schon wieder am Auto. Schuhe umgezogen und erstmal Richtung Bäcker gefahren. Bereits im Auto pochte der Fuß jedoch richtig, Gas geben war mit Schmerzen verbunden.

Das erste Mal wo ich dachte: "Scheisse, das ist gar nicht gut".

Zuhause angekommen habe ich mir dann mal meinen Fuß genauer angesehen, eine stark gerötete Stelle welche bei der kleinsten Berührung bereits schmerzt. Was habe ich gemacht?

Nach einigen Tagen war das ganze leider noch nicht wirklich besser, also habe ich mich mal bei meiner Physiotherapeutin gemeldet. Bereits ein paar Tage später hatte sie Zeit für mich. Diagnose war innerhalb weniger Minuten klar: Haglundsporn. Ein Knochenauswuchs an der Ferse nahe der Achillessehne.

Und nun?

"Fürs erste muss die Stelle ordentlich und mit viel Druck massiert werden. Danach muss man sehen wie man dies verhindert." Genau das habe ich dann auch die darauf folgenden Wochen gemacht.

Ist es nun ein Mal passiert oder passiert es bei ähnlicher Belastung wieder? Eine Frage die mir während dieser Zeit auf der Seele brannte.
Dennoch habe ich erstmal wochenlang eine Bergpause eingelegt und brav massiert in der Hoffnung, dass dies alles wieder verschwindet. Nach 8 Wochen musste dann ein Test her, ein paar Höhenmeter, endlich wieder! Nach dem ersten Kilometer jedoch bereits wieder leichte Schmerzen an der betreffenden Stelle. Nicht schön. Downhill Laufen ist überhaupt kein Problem, Bergauf schmerzt es bereits nach wenigen Schritten.

Nun gibt es noch einige weitere Möglichkeiten, die einfachste wäre wohl ein Art Gelpolster für die betreffende Stelle, größere Schuhe und keine engere Schnürung. Werde ich bald probieren, habe aber mittlerweile eher weniger Hoffnung.

Die wirklich letzte Möglichkeit wäre ein Operation. Dies ist allerdings mit vielen Risiken verbunden, vor allem auf Grund der Nähe zu der Achillessehne. Noch dazu merke ich die Stelle wirklich nur beim Bergauf laufen/gehen. Weder beim Rennrad fahren, noch beim normalen Gehen oder beim Laufen. Insgeheim hoffe ich ja noch immer, dass sich der Haglundsporn wieder zurückbildet, auch wenn ich wohl weiß, dass das aussichtslos ist.